Fine Art Print Druckpapiere


Fine Art Print wird als Druck eines Fotos mit dem Anspruch möglichst höchster Qualität verstanden. Diese Arbeit wird auch als Ausdruck einer Künstlerarbeit zum Einzelexemplar verstanden. Gleichzeitig wünscht man sich eine lange Lebensdauer des Ausdrucks.

Das gedruckte Bild soll das wiedergeben, was der Fotograf als Ziel im Kopf hatte, als er die Aufnahme gestaltet hat. Oft wird der fertige Druck nicht das auf Anhieb widergeben, was man im Kopf hatte. Die Komponenten: Fotografie, Bearbeitung, Papier, Druck, Passepartout und Bilderrahmen laden zum Experimentieren ein, bis die beste Lösung gefunden ist.

Erinnert man sich daran, dass Gemälde zum Betasten, Berühren animieren, um die Farben und die Technik der Bildes zu verstehen, zu spüren, dann ist dies durchaus mit der Wiedergabe eines Fotos auf entsprechendem Papier zu vergleichen. Meist werden Bilder hinter Glas "versteckt", was die Oberflächenstruktur, den Glanz und die Farbgebung beeinflussen wird. Daher wählen oft Fotografen die "nackte" Optik zum gestalteten Element, was durchaus beim Berühren des Fotos einen erotischen Touch zu verleihen vermag.

Die Auswahl des richtigen Druckpapiers, also nicht in erster Linie die des Herstellers, richtet sich nach der Wiedergabe des fotografierten Objekts, somit nach dem, was Sie wiedergeben wollen. Eine Architekturaufnahme kann ein anderes Papier erfordern als ein Portrait, noch dazu im Schwarzweißdruck.

Papieroberfläche

Wesentlich für die Wiedergabe eines Fotos ist die Oberfläche des Papiers. Hier unterscheidet man folgende Arten:

  • Gloss oder Glossy - Hochglanz
  • Semigloss, Satin, Luster - Halbmatt
  • Watercolor, Matte - Wasserfarben)
  • Canvas - Leinwand

Mit dieser Grobgruppierung gehen eine große Menge feinster Unterteilungen einher, die man sehen und betasten muss, um das richtige "Gefühl" zu erhalten. Die Oberflächenstrukturen nennen sich genoppt, genarbt, porös und glatt. Während sich Hochglanzoberflächen für die Wiedergabe feister Details eignen, wird eine genoppte oder genarbte Oberfläche eher für Portraits oder Landschaftsbilder Einsatz finden. Diese verleihen dem Bild eine gewisse Dreidimensionalität. Matte Papiere abstrahieren mehr und stellen ein Foto mehr zeichnerisch dar. Sie sind daher sehr gut für Schwarzweißbilder geeignet. Nicht zuletzt müssen sich bei der Verschmelzung Papier und Tinte die wahren Eigenschaften zeigen.

Pixelzahl des Papierausdrucks

Wenn vorstehend gemahnt wurde, das Foto recht hoch aufzulösen, dann ist dies der Appell, Reserven für verschiedene Druckpapiere zu schaffen. Matte Papiere benötigen eine wesentlich geringere Auflösung als Hochglanzpapiere. Eine Darstellung der Unterschiede ist auf der folgenden Tabelle zusammengestellt:

 

Papier Druckmodus Auflösung (dpi)
Premium Glossy Photo Paper
Premium Semigloss Photo Paper
Premium Luster Photo Paper
Super Fine 1.440 x 720
Super Photo 2.880 x 1.440
Proofing Paper Semimatte (Commercial) Super Fine 1.440 x 720
Super Photo 2.880 x 1.440
Archival Matte Paper
Enhanced Matte Paper
Fine 720 x 720
Super Fine 1.440 x 720
Ultrasmooth Fine Art Paper Super Fine 1.440 x 720
Super Photo 2.880 x 1.440
Singleweight Matte Paper Normal 760 x 360
Fine 720 x 720
Plain Paper Draft 360 x 360
Normal 760 x 360